25.11.13 09:00 Alter: 4  Jahre

Rosmanitz informiert über Grabungen an Burg Wildenstein

Von: Martin Roos - Artikel im Main-Echo vom 25.11.2013

Eschau-Wildenstein Lakefleisch, Kasspatzen, archäologische Führungen und herrliches Herbstwetter: Diese Dinge haben das Burgfest an der Burgruine Wildenstein am Samstag geprägt. Archäologe Harald Rosmanitz (links im Bild) informierte bei den Führungen über die Grabungen an der Burg und erläuterte den Besuchern historische Details zur Geschichte des Gemäuers.

(c) Main-Echo Obernburg, Martin Roos

Die einzige erhaltene Burg mitten im Spessart ist etwa Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden. Ihre Existenz hat sie den Auseinandersetzungen der Grafen von Rieneck mit dem Erzbistum Mainz zu verdanken. Die Grabungen zeigten, dass Burg Wildenstein einen der Eckpfeiler der Expansionspolitik der Rienecker bildete. Die Anlage entsprach in ihrer Bebauung dem Stammsitz des Grafengeschlechts. Im Inneren fanden die Forscher vergrabene Nachgeburtstöpfe, ein in Stein gehauenes Portrait des Burgherren, Reste eines Kettenhemds und Scherben eines Kochtopfs aus dem zwölften Jahrhundert.

Frank Kind, Vorsitzender des Vereins Burgfreunde Wildenstein, erläuterte, die archäologischen Grabungen seien inzwischen abgeschlossen. Die Forscher hätten zahlreiche neue Erkenntnisse über Ursprünge und Funktion der Burg gewonnen. An den Arbeiten beteiligte sich auch das Archäologische Spessartprojekt. Die Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken förderte das Projekt. In einem nächsten Schritt wollen die Burgfreunde die Ruine so herrichten, dass Besucher sie betreten können. Die Einnahmen aus dem Lakefleisch-Essen kommen der Unterhaltung der Burgruine zugute. Führungen sind nach Anmeldung beim Vorsitzenden möglich.
Martin Roos/Foto: Martin Roos

Anmeldungen zu Führungen per E-Mail: vorstand(at)burgfreunde-wildenstein.info